Ether – der Bitcoin 2.0: Neue Digitalwährung lockt Spekulanten

Oliver Voß

Ein neues Cybergeld sorgt für Goldgräberstimmung: Der Kurs von Ether hat sich mehr als verzehnfacht, 700 Millionen Euro ist das neue Digitalgeld schon wert. Die Technologie dahinter überzeugt sogar Microsoft.

Bei den Digitalwährungen ist die Goldgräberstimmung zurück. Nach dem Hype um den Bitcoin elektrisiert eine neue Cybergeldschöpfung das Netz: Ether. Seit Jahresbeginn stieg der Kurs der kaum bekannten Währung von unter einem Euro auf fast zehn Euro an – über 1000 Prozent Zuwachs. Ether ist damit in kurzer Zeit zur zweitwichtigsten virtuellen Währung aufgestiegen. Dabei befindet sich Ethereum, die Softwareplattform hinter dem Kryptogeld, noch im Entwicklungsstadium. Der Aufstieg ist noch aus einem anderen Grund paradox: Ether ist zwar eine Weiterentwicklung des Bitcoin, anders als dieser aber nicht als Internetgeld gedacht. „Wir sehen uns selbst nicht als konkurrierende Währung“, sagen die Entwickler um das aus Russland stammende Wunderkind Vitalik Buterin.
Der 22-Jährige wird vom Erfolg seiner Erfindung überrollt. Der Grund für den rasanten Aufstieg liegt im Boom der Blockchain-Technologie, die auch hinter dem Bitcoin steckt. Diese ist wie ein dezentrales öffentliches Kassenbuch, das auf dem Rechner jedes Nutzers liegt. Dieses digitale Register besteht letztlich aus einer Kette von Blöcken, in denen alle Transaktionen gespeichert werden, daher der Name Blockchain.

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