Die Bitcoin-Botschafter

Es begann mit einem Witz. Eines Tages vor etwa drei Jahren hing der Architekt Ayal Segev »aus einer Laune heraus« das Schild »Bitcoin-Botschaft« an sein Tel Aviver Büro. Mit der Reaktion hatte der Nutzer der virtuellen Währung im Internet allerdings nicht gerechnet. »Auf einmal kamen immer mehr Leute herein. An manchen Tagen hingen hier 20 und mehr herum. Ich musste schließlich den Platz räumen«, erinnert er sich schmunzelnd. Segev suchte sich ein neues Büro, und heute ist in der Achusat-Bait-Straße Nummer eins die erste Bitcoin-Botschaft Israels untergebracht.

Hier treffen sich die Enthusiasten, meist junge Männer in Jeans, Sweatshirt und Sneakers, und reden über Bitcoins. Vielleicht ist es nicht für jeden nachvollziehbar, wie man sich von einer Währung – noch dazu einer virtuellen – zu leidenschaftlichen Ausbrüchen hinreißen lassen kann. Doch an jedem Sonntagabend um 19 Uhr, wenn die Bitcoin-Botschafter und Interessierte zusammenkommen, geht es hoch her.

»Denn Geld ist eben nicht nur Währung, sondern ein ganzes Werte- und Glaubenssystem«, meint Segev. »Es ist bedeutsam und fragil, auch weil es viele Irrtümer gibt, die mit Geld zusammenhängen.« Während Länder und Großunternehmen das Geld kontrollierten, gehöre die digitale Währung niemandem. »Bitcoin ist eine Revolution im Bewusstsein.«

Gerechtigkeit Bitcoin ist heute längst nicht

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